Maverick ist ein riesiger Oldenburger Wallach. Seine Besitzerin hat ihn noch nicht sehr lange, als ich ihn befragen darf. Sie möchte ihn besser kennen lernen und sein Gemüt verstehen. Als ambitionierte Freizeitreiterin hat sie ihn am Ende seiner Turnierlaufbahn gekauft und möchte ihn auch weiter fit halten. Aber Maverick hat andere Sorgen als Fitness…


Tierkommunikation mit Maverick

Maverick zeigt sich mir ruhig und sensibel. Ich erlebe ihn als zurückhaltend und bei fremden Menschen vorsichtig.
Er ist introvertiert, zeigt wenig Lebensfreude, mir kommt er sogar recht traurig vor. Als ich mich näher in ihn einfühle, spüre ich neben Trauer auch Angst, die offenbar mit früheren schmerzvollen Erlebnissen zu tun haben. Bei der Tierkommunikation wirkt Maverick müde und abgeschlagen.

Body-Scan

  • Verspannungen im Bereich der gesamten Vorhand
  • HWS, 1. Und 2. Halswirbel
  • Gesichtsschmerzen
  • Leberdruck

Wie findest du es, geritten zu werden?

Maverick wirkt auf mich sehr groß, geradezu riesig. Er selbst fühlt sich aber nicht groß… sondern eher klein und schwach. Das liegt an seinem seelischen Zustand und dem Mangel an Selbstwertgefühl. Reiten verbindet Maverick mit Zwang. Er wurde früher viel geritten, wohl auch auf dem Turnier, vor allem im Springreiten. Reiten macht ihm meist keinen Spaß, denn er verbindet damit Knechtschaft und z.T. auch sehr grobe Behandlung.

Reiten tut auch weh. Seine Probleme damit liegen vor allem im Bereich des Nackens und der gesamten Halswirbelsäule. Maverick wurde sehr verschleißend geritten, musste viel rennen und wurde auch mit enger Zügelführung gequält. Er neigt dazu, sich einzurollen und hat Angst vor dem Zügel, vor starkem Druck im Maul.

Er hat keine gute Balance und hat nicht lernen können, sich mit dem Einsatz von Hinterhand und einer starken Halsmuskulatur auszubalancieren. So geht ihm das Reiten und Springen stark auf den Rücken und er verspannt sich jedes Mal weiter. Wenn er es sich aussuchen könnte, würde er gern nicht geritten werden, da er Schmerzen und Angst dabei verspürt.  Ausritte ins Gelände am langen Zügel findet er nicht so schlimm, er findet es interessant und anregend, rauszukommen und etwas neues zu sehen. Schreckhaft ist er überhaupt nicht. Und er mag es, wenn sich A. mit ihm beschäftigt, er hat sie gern. Vielleicht gibt es etwas anderes, was er für sie oder mit ihr tun kann?


Möchtest du weiterhin gesprungen werden?

Maverick hat viel Springvermögen. Das wurde früher ausgenutzt und er wurde als junges Pferd bereits zum Springen höherer Hindernisse gezwungen. Er zeigt mir einen männlichen Reiter, der auf mich wie ein Bereiter oder Trainer wirkt, der ihn sehr grob anpackt, ihn reinrollt und auch sogar ins Gesicht schlägt.  Springen würde Maverick aus diesem Grund derzeit nicht freiwillig. Seine verspannten Muskeln und das Fehlen eines ausbalancierten Körpers hindern ihn daran, schmerzfrei zu springen. Seine Antwort ist daher nein.

Was wünschst du dir von deiner Reiterin A.?

Maverick empfindet sich beim Reiten derzeit noch als Opfer, nicht als Kooperationspartner. Von Menschen fühlte er sich seit langem eher ausgenutzt. Der Einsatz als Reit- und Dressurpferd hat ihn seelisch kaputt gemacht. Ebenso die reine Boxenhaltung, in der er sich lange befand.

Mit seiner jetzigen Besitzerin A. hat er es gut getroffen, findet Maverick. Aber er befürchtet, dass er bei ihr nicht bleiben wird. Er glaubt, sie will ihn abgeben. Maverick zeigt mir seine neue Besitzerin als junge Frau mit dunklen Haaren, die sehr energiegeladen ist. Sie geht sehr liebevoll mit Maverick um, ist emotional, aber manchmal beharrt sie auch klassisch streng auf Gehorchen. Sie kümmert sich viel um ihn, vielleicht etwas mehr um seinen Körper als um seine Seele, die tief verletzt ist.

Von A. wünscht Maverick sich, dass sie ihn akzeptiert, wie er ist und dass sie sich ihm gegenüber anders verhält als seine früheren Menschen und Reiter. (Hauptsache besser!) Er wünscht sich ihre Wertschätzung und möchte ihr gern vertrauen. Aus seiner Sicht vertraut er ihr bereits jetzt schon ziemlich. Es gab bereits große Fortschritte. (A. bestätigt das)

Aber A. ist auch sportlich orientiert und will reiten, springen und ihren Spaß. Der depressive Maverick kann damit nicht gut umgehen und verschließt sich weiter, jedesmal wenn A.s fröhliche Reitneigungen sich zeigen. Er braucht es dringend, dass sein Mensch mit viel Verständnis, Zeit und Geduld individuell auf ihn eingeht und sehr langsam sein Vertrauen ins Leben zurückholt. Dann kann auch die Freude stückweise wieder erscheinen.

Maverick hat wenig konkrete Handlungsvorschläge, außer, dass er Angst vor Gewalt, Druck und Leistungsanforderungen hat. Er kennt von früher her keine richtige Bodenarbeit, kein Führtraining, keine kooperierende Kameradschaft mit dem Menschen. Das muss nun alles nachgeholt werden. Gleichzeitig müsste Maverick vernünftig gymnastiziert werden, damit er beim Reiten keine Schmerzen mehr hat.

Fühlst du dich im Stall wohl?

Im Stall fühlt sich Maverick sehr wohl. Er versteht sich sehr gut mit der Stute Brenda. Der Stall wirkt gepflegt und hell. Es gibt eine sehr kleine Herde, er zeigt mir noch 2 andere braune Pferde. Er kommt gut mit anderen Pferden klar, ist friedfertig.

Er bekommt genug zu fressen, das Heu schmeckt ihm und kommt regelmäßig aufs Gras was er liebt. Das Gras könnte mehr sein! Nachts sind sie auf dem Paddock.

Früher wäre seine Unterbringung nicht so gut gewesen teilt er mir mit. Maverick hat Zeiten erlebt, wo er kaum raus kam und oft Hunger hatte.

Maverick zeigt mir ein hügeliges Ausreitgelände, es sieht sehr malerisch und ländlich aus. Wiesenland, Hügel und auch Waldstücke.

Wie kann A. dich unterstützen, dass du noch mehr Vertrauen hast?

Maverick ist gern draußen, in der Natur. Das gibt ihm Kraft und erdet ihn. Er hasst es, dressiert und trainiert zu werden. Er hat vor allem die Trauer in seinem Kopfbereich stecken, manchmal hat er Kopfschmerzen. Er wurde an den Kopf geschlagen. Er ist empfindlich mit Halftern und Gebiss. Sein Kiefer und Nacken schmerzen schnell. Es würde ihm gut tun, wenn er z.B. mit weichem, gepolsterten Halfter und am besten gebissfrei geführt/ geritten würde.

Für Maverick ist die Kopffreiheit wichtig, damit er sich erholen kann. Er wurde am  Kopf viel manipuliert und brutal/ unsachgemäß behandelt. Es ist wichtig für ihn, dass diese Probleme korrigiert werden und sich seine Gesichtsnerven erholen können (falls das überhaupt möglich ist). Also kein Einrollen, kein langes „Am Zügel“ reiten, Zügeleinsatz und Abforderung von Versammlung schadet ihm eher. Jedesmal, wenn er normal „Englisch“ geritten wird, wird das alte Programm wieder abgespult und Maverick verkrampft sich wieder.

Mein Tipp:
Maverick sollte auf andere Weise gearbeitet werden. Bodenarbeit, Clickern, TTouch, Freiarbeit, Spazierengehen sind Aktivitäten, die Maverick wieder Freude an der Arbeit mit fdem Menschen vermitteln können. Traumatische Erinnerungen werden dadurch nicht mehr getriggert. Sein Vertrauen zu A. kann weiter gestärkt werden. Auch homöopathische Mittel können ihm helfen, sich seelisch und körperlich zu regenerieren.

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