Telepathische Tierkommunikation mit Warmblut Wallach Lui, 7 Jahre

Tierkommunikation mit dem Fuchs Wallach Lui

Lui ist einer der Warmblüter von K., einer deutschen Ärztin, die mit ihrem Mann einen Hof in Nordeuropa besitzt. Ich lernte K. in einem Pferdeforum kennen. Sie schrieb mich an und bat mich, mal mit ihrem Wallach Lui zu sprechen. Lui gehört ihr, sie lernte ihn als junges, missverstandenes und überfordertes Sportpferd in einem Stall in Deutschland kennen. Er suchte sie sich aus, wie sie immer sagt. Er hängt sehr an ihr, findet aber bei der Herde nicht so den Anschluss. K. schickte mir eine Reihe von Fragen für ihn. Dies war bereits die zweite Tierkommunikation mit Lui.

Ich bekam bei diesem zweiten Gespräch guten Kontakt zu Lui, sogar recht zügig. Auf mich wirkte er freundlich und ruhig. Mir fiel aber auch auf, dass sein Wesen etwas Dringliches hatte, etwas Getriebenes. Er wirkte auf mich so, als wenn er die anderen ständig kontrolliert. Als wenn er viel herumschaut und versucht, die Zusammenhänge zu verstehen. Von daher wirkte er auf mich ein bisschen wie ein Beobachter mit einer bestimmten Mission. Diese Mission wollte ich herausfinden 😉

K. hat geschrieben, sie haben ihn beim Züchter in Deutschland früher wegen seiner auffälligen Zeichnung mit viel weiß am Kopf und an der Nase, aber auch an den Beinen ausgelacht. Vielleicht wurde dadurch sein Selbstwert beschädigt. Er scheint ständig auf der Suche nach Bestätigung zu sein. Rangniedrig fand ich ihn in Bezug auf sein Selbstwertgefühl. Aber er mobilisiert enorm viel Energie um das zu überspielen, um sich Bestätigung und Liebe, Lob und Ansehen bei den Menschen zu holen.


Telepathische Tierkommunikation mit Wallach Lui

Lui ist ein sehr cleverer Wallach und macht sich über alles seine Gedanken. Lustig und spannend fand ich, dass eine der ersten Sachen die er mir erzählte war (ungefragt, Bezug nehmend auf das Gespräch mit einem der anderen Pferde aus der Herde, wo wir nach einem wilden Tier fragten, das manchmal um die Weiden herum schleicht und den Pferden Angst macht):

Lui: Ich weiß übrigens, was das für ein Tier ist in unserer Nähe. Es ist ein Luchs!

Ich: Oh! Woher weißt du das? Ich dachte du siehst nicht so gut nachts?

Lui: Das stimmt. Aber ich weiß wie ein Luchs riecht.

Wie siehst Du die anderen beiden (Paddy und Bluebear) und wie kommst du mit Ihnen zurecht?

Paddy ist ein Streber. Aber ganz O.K.

Bluebear mag ich ganz gern. Aber er bringt die Menschen zum Lachen. Das mag ich nicht. Er rennt immer rum und tut unschuldig und ist wie ein Fohlen. Sie lachen und finden ihn witzig und süss. Ich möchte auch süß gefunden werden!

Fuchs Wallach Lui (Originalbild)

Wie beschreibst Du Eure Gruppenstruktur?

Hier sah ich Bilder, wie er die anderen beobachtet und immer schaut, dass er die Nummer 1 ist. Weil er denkt, dass er sonst ein Versager ist. Er möchte als erster begrüßt werden. Er mag es nicht, wenn die anderen „dran“ sind. Sein Minderwertigkeitsgefühl hindert ihn daran, mit den anderen wirklich befreundet zu werden. Er lässt sich nicht richtig auf die Gruppe ein. Er ist sehr mit sich beschäftigt, obwohl er nichts gegen die anderen hat. Aber er rivalisiert mit den anderen sehr stark um die Gunst der Menschen.

Magst Du Deine Decken? Sie sitzen nicht mehr so gut, wie früher, weil Du Dich körperlich noch gut weiterentwickelt hast. Geht es trotzdem so?

(Gefühl von Enge) Ich bin froh, wenn es wieder wärmer wird und ich wieder ohne Decke leben kann.

Du hast durch die Übungen mit deinen Menschen sehr viel Kontrolle über Deinen Körper gewonnen. Bringt Dir das Sicherheit?

(Das hat er nicht richtig verstanden, es kam keine Resonanz. Aus dem Gesamtgespräch ergibt sich für mich der Eindruck, dass sportliche Fitness oder körperliche Kontrolle, also physische Stärke sein Problem nicht löst, weil es seelisch ist. Ich bin mir zwar sicher, dass Gleichgewicht immer gut ist für ein Pferd. Aber ich weiss nicht, ob die Pferde sich das so bewusst machen können.)

Soll K. mit dir mit den Übungen für die Körperkontrolle weitermachen? 

Ja! Ich möchte mit allen Übungen weitermachen. Es macht mir Spaß mit ihr zu arbeiten, Tricks zu machen. Alles macht mir Spaß mit ihr.

Wie ist es für Dich, wenn Paddy beim Clickern dazukommt? 

Warum kommt er dazu? Er stört mich. Ich will meinem Mensch allein zeigen, was ich kann. Möchte allein mit meinem Mensch sein. Ich möchte der wichtigste für sie sein.

Für ihn scheinen die gemeinsamen Übungen so eine Art „Ritual“ zu sein, dass er mit seiner Besitzerin teilen möchte.

Was ist deine Aufgabe bei K.?

Er fühlt sich für seine Besitzerin verantwortlich. Er möchte ihr gefallen, ihr allein gehören und bei ihr sein, sie aufmuntern, von ihr aufgebaut werden. Er sagte mir, er möchte seine Menschen zum Lachen bringen, sehen wie sie sich über ihn freuen! Deswegen scheint es ihm Probleme zu machen, wenn Bamsens Verhalten die Menschen fröhlich stimmt. Er bestätigte mir, dass er sich K. als Besitzerin ausgesucht hat.

Er zeigte mir Bilder zu seinem früheren Stall. Ein heller lichtdurchfluteter Stall mit grünen Metallstangen an den Boxen.

Ich verabschiede mich von Lui und danke ihm für seine Offenheit.