Gespräche mit Tieren

Die 19jährige Warmblutstute Fee wurde von ihrer neuen Besitzerin aus einem Reitbetrieb übernommen. Als ich sie für die Tierkommunikation rufe, kommt Fee langsam näher. Sie ist eine magere, großrahmige Stute mit eingefallener Sattellage und einem ausgezehrt wirkendem Gesamtzustand. Sie möchte während der Tierkommunikation in ihrem Umfeld bleiben, obwohl es woanders vielleicht entspannter wäre. Sie ist nicht misstrauisch aber vorsichtig. Sie möchte da bleiben wo sie ist. In einem Offenstall mit großem Vordach. Sie fürchtet, weggebracht zu werden. Sie hat sehr viel erlebt. Je länger ich mich in sie einfühle und je mehr Bilder aus ihrem Leben mir die Stute zeigt, umso ungewöhnlicher erscheint sie mir.

Tierkommunikation mit Stute Fee

Szenen und Informationen, die mir Fees aus ihrer Vergangenheit zeigt:
Sie wurde Cleo genannt.
Sie kannte nur dunkle Boxen, staubige Reithalle, staubige Luft, Abteilungsreiten, Springen, Kinderreiten, Voltigieren, Turniere.
Sie erhielt keine besonders nette Behandlung. Stattdessen Schläge und Tritte, immer schlechter könnte sie als Schulpferd Cleo laufen, immer weniger wurde sie geachtet. Irgendwann konnte sie nicht mehr, war total am Ende, fing an sich zu wiedersetzen.
Aber sie zeigt mir auch eine kleine heilige Erinnerung an Zeiten, bevor sie Schulpferd war. Sie hält das fest in ihrem Herzen. Es gab mal eine für sie bessere Zeit. Sie war nicht immer Schulpferd. Sie hatte früher mal einen eigenen Menschen, der sie liebte, eine junge Frau. Aber das ist lange her.

Seit mehr als 1 Jahr bist du bei deiner neuen Besitzerin S., wie fühlst du dich in deinem jetzigen Zuhause?
Sie zeigt mir eine größere Gruppe von Pferden im Offenstall, eine große Liegehalle und noch eine Art zusätzlichen Unterstand. Sie zeigt Ständer, wo es Kraftfutter gibt. Und Heu gibt es zuhauf. Am besten findet sie die Weide, die sie nutzen darf. Es geht ihr gut hier, mit Einschränkungen.

Fee ist eine ruhige Stute. Dabei ist sie sehr sensibel und aufmerksam für ihre Umwelt. Aber durch ihre lange Zeit „in Boxenhaft“ hat sie gelernt, sich abzuschotten und sich in sich zurückzuziehen in eine Art Dämmerschlaf. Das geht im neuen Offenstall nicht in der Form wie sie es kannte.
In dem Offenstall war es anfangs nicht leicht für sie. Sie kannte es vorher nicht, mit so vielen anderen Pferden zusammen zu leben. Es sind eigentlich zu viele Pferde für sie dort. Wenngleich sie sich schon daran gewöhnt hat und auch nicht den untersten Rang bekleidet. Sie hat sich integriert. Aber sie ist viel müde. Am Stall wurde sie anfangs wohl oft weggeschickt. Der Umgang in einer Herde ist etwas, was ihr nicht in den Schoss gefallen ist. Die anderen Pferde sind offenbar unbelasteter, haben weniger schlimmes erlebt. Fee hat nicht allzu viel Selbstbewusstsein.

Sie zeigt mir aber ein ganz dunkles oder schwarzes Pferd mit einem Abzeichen in ihrer Nähe und einen Fuchs, mit denen sie zusammen steht.
Die anderen Pferde empfindet sie als „freier“ in ihrer Art. Freiheit und Freiraum um sich herum ist für Fee etwas Neues. Es ist manchmal beängstigend. Sie kennt von früher Angebunden sein, in der Box stehen, geritten werden, und selten mal Paddock oder gar Weide.

Bodyscan

• Ein müdes und etwas schweres Körpergefühl
• Belegtes Gefühl auf der Lunge (evtl. Husten)
• Genickblockaden bzw. Gelenkabnutzungen
• Kiefer verkrampft, Zungenbein (Evt. Zahnprobleme)
• Brustwirbelsäule, Widerrist schmerzt bei Belastung
• ISG/ Becken blockiert
• Schwanzwirbel blockiert
• Steifer Gang, Vorderbeine schwer, Sehnen
• Magendruck

Wie ist deine Beziehung zu deiner neuen Besitzerin S.?
„Anfangs dachte ich, ich werde weiterverkauft. Dann nach einer ganzen Weile hatte ich das Gefühl, ich soll hier bleiben. Es kommt mir unwirklich vor, dass ich nun ein „Privatpferd“ bin und einen Menschen ganz für mich habe“. Sie kann das gar nicht glauben.
Fees Herz hüpft vor Freude wenn sie S. sieht. Sie wird dann sehr aufgeregt und beeilt sich, zu ihr zu gelangen. ich sehe sie in einem etwas unsicheren Trab zu ihr laufen. Ihr Gang ist etwas eigentümlich, seltsam nickend und etwas ungleich.
Sie beobachtet ihre neue Besitzerin genau und liebt es, wenn sie bei ihr ist. S. betüttelt Fee sehr und das liebt Fee über alles.
Sie teilt mir mit, dass sie ihren neuen Namen sehr mag, weil er so fein klingt. Besser als Cleopatra! Und vor allem unbelastet.

Was möchtest du mit deiner neuen Besitzerin machen? Welche Aktivitäten machen dir Spass?
Simone macht verschiedene Dinge mit Fee. Spazieren gehen, Bodenarbeit, Tricks, offenbar auch mit viel Futterlob. Ich sehe sie zusammen traben. Fee möchte alles mitmachen. Sie ist nicht wählerisch. Nur longieren mag sie nicht gern. Manches kann Fee auch nicht oder nicht so schnell lernen. Sie ist lernblockiert und gerät schnell in Stress bei neuen Dingen. Offenheit und Neugierde sind bei ihr derzeit nur eingeschränkt vorhanden.

Ideen für den Umgang mit Fee
• Spaziergänge
• Weiterhin Clickern/ Futterlob mit zirzensischen Übungen und Spielchen
• Tellington Touches (z.B. Oktopus und Beinheber für die energetischen „Beinhüllen“)
• Energetische Arbeit (z.B. nach Saliho)
• Fütterung von Kräutern im Wechsel
• Homöopathische Konstitutionsmittel suchen