Über das Wesen der Tierkommunikation

Stellen Sie sich auch die Frage, wie funktioniert Tierkommunikation eigentlich? Suchen Sie für dieses Phenomän eine Begründung, die für Sie nachvollziehbar ist?

Bei der Tierkommunikation wird über telepathischen Kontakt eine Verbindung zwischen dem Tierkommunikator und dem Tier aufgenommen. Man kann sich das so vorstellen, dass eine Art „Telefonleitung“ oder Kommunikationskanal eröffnet wird für die Dauer des Gesprächs. Eine solche Verbindung herzustellen ist nichts mystisches, sondern eine ganz natürliche Fähigkeit, die in jedem Menschen vorhanden ist, allerdings liegt sie meist brach. Viele Menschen haben aber regelmäßig Ansätze von telepathischer Kommunikation. Zum Beispiel, wenn sie an jemand denken, der kurz darauf anruft. Oder wenn sie genau wissen, was ihr Tier im nächsten Moment tun wird. Durch Entspannung, bewusste Atmung und das Erlernen von Meditationstechniken kann aus diesen Ansätzen eine richtig guter „direkter Draht“ zum Tier geschaffen werden. Allerdings ist dazu einiges an Übung und Wissen erforderlich und natürlich muss man in vielerlei Hinsicht umdenken. Wer mit Tieren sprechen möchte, muss erstmal intensiv verinnerlichen, dass Tiere weitaus mehr sind, als die meisten von uns bislang glaubten.

Eine weitere wichtige Voraussetzung für eine gute Verbindung sind Respekt und Liebe gegenüber den Tieren. Ein Mangel an Wertschätzung verschließt die Verbindung. Tierkommunikation eignet sich daher nicht für berechnendes Verhalten, zum Beispiel um mehr Leistung vom Tier zu bekommen. Aufrichtigkeit und Wertschätzung sind die Werte, um die es in der Tierkommunikation geht.

Wer Tierkommunikation anbietet, sollte sich zudem noch auf einen Ethikcode gegenüber den Tierbesitzern stützen. Die Tierkommunikatoren, die nach den Grundlagen von Penelope Smith ausgebildet wurden, haben sich auf einen gemeinsamen Ethikcode verständigt. Damit verpflichten sie sich z.B. zu einer Schweigepflicht und zur Einhaltung eines Regelwerks, das den Tierbesitzern eine höchstmögliche Vertraulichkeit und Sicherheit gewährleistet.

Auf der Basis solcher Grundlagen finden dann die Tiergespräche statt. Zumeist ist eine Anwesenheit des Tieres oder des Besitzers beim Tierkommunikator gar nicht erforderlich. Die „Adresse“ des Tieres besteht aus Namen, Geschlecht, Rasse und Alter des Tieres, sowie einer Beschreibung (z.B. in Form eines Fotos). Mithilfe dieser Informationen kann der Tierkommunikator von überall her den Kontakt aufbauen und die vorab vereinbarten Fragen stellen. Allerdings sollte das Tier in der Zeit der Kommunikation Ruhe haben und nicht abgelenkt sein. Denn die Tierkommunikation ist eine synchrone Kommunikation, verläuft also in Echtzeit.

Je konkreter die Fragen, umso mehr Hintergrundwissen sollte der Tierkommunikator vorher über das Tier bekommen. Es ist wie in einem Gespräch mit einem fremden Menschen: Wenn das Gespräch eher dem Erfassen eines allgemeinen Status dient, so ist wenig Hintergrundwissen über den anderen erforderlich.

Nur weil Tiere im Allgemeinen aufgeschlossen und ehrlich sind, bedeutet dies nicht, dass sie uns alles gleich haarklein erzählen. Die Sichtweise zwischen Menschen und Tieren unterscheidet sich zwangsläufig durch unsere unterschiedlichen Lebensweisen und Existenzanforderungen. Daher sind manche Dinge, die das Tier wichtig findet, für uns weniger wichtig und umgekehrt. Auch ihre Sichtweise auf ihre Umwelt wird dadurch beeinflusst. Sie sehen die Welt mit anderen Augen als wir. All dies nimmt Einfluss auf die Gespräche und sollte vom Tierhalter berücksichtigt werden.

In meinem Blog veröffentliche ich regelmäßig Gespräche, die ich mit Tieren geführt habe.

Neue Gespräche mit Tieren