Gespräche mit Tieren

Kitty mag Odin nicht, den jungen schwarzen Kater, der in die Familie kam, nachdem ihr früherer Katzenpartner gestorben war. Sie mag ihn so wenig, dass sie ihn anfaucht und nach ihm schlägt, sobald sie ihn sieht. Odin ist erst 6 Monate alt, aber schon recht verunsichert durch die starke Ablehnung. Die Tierkommunikation soll klären, wie die Ablehnung entstanden ist und dazu beitragen, sie aufzulösen. Bereits vor der ersten Tierkommunikation gab es ein kurzes Kennenlernen mit Kitty, bei dem ich bemerkte, dass die Katze offenbar sehr trauert.  Dies teilte ich ihrer Besitzerin mit, die sich daraufhin mehr für die Trauer der Katze öffnete.

 


 Tierkommunikation mit Kitty

Ich bekam gleich guten Kontakt zu Kitty, die sich zwar etwas reserviert, aber doch gesprächig zeigte. Sie kommunizierte mit wenigen Worten/ Bildern/ Gefühlen die sie aber sehr nachdrücklich übermittelte.

Kitty teilt mir mit, dass sie vor allem an den Frauen in der Familie hängt. Sie selbst hat einen sehr weiblichen, starken Charakter und eine sehr deutliche Selbstwahrnehmung. Sie ist eine reife ausdrucksvolle Persönlichkeit, aber auch eigenwillig. Fremden Menschen gegenüber ist sie eher reserviert.

Wie geht es dir Kitty?

Es geht mir seit langer Zeit nicht gut. Ich fühlte mich nicht richtig in meiner Familie angenommen und zu wenig geliebt. Seit mein alter Freund Carlo tot ist, habe ich mich nicht mehr so richtig wohl gefühlt. Ich habe sehr getrauert, aber dann war gleich Odin da. Und dann hatte ich ein neues Problem.

Was hältst du denn von Odin?

Er ist ein Teil meines Problems. Ich habe ihn wirklich gehasst und wollte ihn am liebsten verjagen. Ich habe ihn für alles verantwortlich gemacht. Er kann mir nichts recht machen. Mein Leben hat sich seit Carlos Tod von Grund auf verschlechtert. Aber seit meine Menschen meinen Kummer bemerkt haben, geht es mir etwas besser. Ich bin jetzt auch nicht mehr so wütend auf Odin. Er tut mir ein bisschen leid.

Wo siehst du Schwierigkeiten im Zusammenleben mit Odin? (Mit deinen Menschen?)

Wie gesagt, jetzt im Moment geht es mir etwas besser mit ihm. Ich fühlte mich lange Zeit vernachlässigt und zurückgesetzt. Odin ist kein Ersatz für Carlo. Ich wurde gar nicht gefragt, ob er kommen darf, ob ich einverstanden bin, dass ein neuer junger Kater in die Familie kommt! Das hat mich sehr sauer und traurig gemacht. Noch trauriger als ich ohnehin schon war wegen Carlo.

Kannst du dir vorstellen, Odin zu akzeptieren? Unter welchen Bedingungen?

Eigentlich ist er gar nicht so übel. Er ist ja noch ein halbes Kind! Ich könnte ihn schon akzeptieren, wenn ich wüßte, dass ich für meine Menschen die Nummer 1 bleibe. Ich möchte vor allem die Liebe und Anerkennung durch meine Menschen. Ich möchte, dass meine Menschen meine Sichtweise verstehen und akzeptieren.

Was vermisst du?

Ich möchte mehr Aufmerksamkeit.

Es folgte ein Tierkommunikations Gespräch, in dem ich Kitty darauf aufmerksam machte, dass Odin noch ein sehr junger Kater ist, der nichts dafür kann, dass Carlo gestorben ist und der als junges Kätzchen in die Familie kam. Er könnte gut ihre Unterstützung und liebevolle Zuwendung gebrauchen und auch eine mütterliche Betreuung und Erziehung. Ich bat sie, mal zu überlegen ob sie diese Rolle nicht übernehmen könnte. Dadurch hätte sie gleichzeitig eine sinnvolle Aufgabe und könnte sich einen echten Freund heranziehen. Sie willigte ein, wenn auch ein wenig verhalten. Ihre Bedingung war, dass ihre Menschen sich ihr mehr zuwenden und sie die Nummer 1 sein darf. Ich versprach ihr, dass ich Ihre Familie darum bitten würde, sich ihr mehr zuzuwenden und ihr mehr Anerkennung zu geben.

Nachtrag:

Wenige Wochen später war Odin bereits ein deutlich fröhlicherer Kater, der seine Späße mit den Kindern der Familie treibt. Kitty fauchte ihn nicht mehr an und schlug auch nciht mehr nach ihm. Sie gurrte sogar teilweise mütterlich, wenn er in ihrer Nähe war und schnuppert nun oft an ihm. Noch kuscheln die beiden nicht miteinander, aber sie sind auf dem Weg dorthin. Die alte Feindseligkeit ist überwunden, das Katzenpaar lebt harmonischer miteinander und die Familie atmet auf.